Posted by admin on May 6, 2020

Essen im Wandel Alltagsessen
Achtsamkeit beim Essen

Dieser kurze Beitrag richtet sich an alle Ernährungsformen und -überzeugungen, da er sich eher der Meta-Ebene unserer Ernährung zuwendet, der Achtsamkeit beim Essen. Wir leben in Zeiten, in denen eigentlich nie genug Zeit da ist. Alles muss immer schnell gehen, vieles wird so dazwischen gequetscht und kaum etwas darf „dauern“. Dieser Lebensstil kann uns auf lange Sicht, vielleicht sogar schon mittel- oder kurzfristig, krank machen. Unser Körper ist nicht dafür ausgelegt, immer durchzupowern und am Limit zu laufen. Klar, gab es mal Zeiten, in denen es super hilfreich war, sich von jetzt auf gleich super fokussieren zu können, fluchtbereit zu sein und alle Körperfunktionen hinten anzustellen für die reine Energiebereitstellung. Das waren aber eher Zeiten, als wir noch in der Savanne „face-to-face“ mit einem Löwen zurechtkommen mussten. Wer da schnell rennen konnte, hatte wohl deutliche Vorteile und wem hätte in einer solchen Situation genutzt, seine Mahlzeit ausgiebig zu zerkauen. Also ist es erstmal toll, dass unser Körper diese Fähigkeiten besitzt, wir nutzen diese jedoch für Situationen, die keinesfalls unser Überleben bedrohen – na gut, da mag der eine oder andere Zweifel haben ;-). Aber seien wir mal ehrlich, die Deadline für eine Abgabe bei der Arbeit stellt nicht wirklich eine „leben oder sterben“ Situation dar. Sie fühlt sich im schlimmsten Fall nur so an.

Was hat das aber nun mit unserem Essen zu tun? Eine ganze Menge! Denn unser Verdauungssystem und unser Stoffwechsel werden stark von unserer körperlichen Verfassung beeinflusst. Wenn wir also unter Dauerstrom stehen, wirkt sich das negativ auf unser Essverhalten und mindestens dadurch auf unsere Gesundheit aus. Das ist also ein doppelt negativer Effekt, da wir durch Stress schlechte Dinge essen, in Eile essen, unbewusst essen und dadurch wiederum noch mehr Stress in unserem Körper erzeugen, der mit zu viel Essen, ungesundem Essen und kaum zerkautem Essen nicht so gut zurechtkommt.

Essen kann eine tolle Möglichkeit darstellen, liebevoller und wertschätzender mit uns selbst umzugehen und uns dadurch von dieser Seite aus einem stressreduzierten Lebensstil nähern. Ich möchte daher im Folgenden 10 Hilfestellungen nennen, wie wir unser Essen achtsamer und wertschätzender zu uns nehmen können, um dadurch uns und unseren Körper zu entlasten.

Es kann helfen, diese 10 Tipps auszudrucken und in der Küche oder im Esszimmer aufzuhängen. Ich selbst merke immer wieder, wie ich mich an diese Hilfestellungen erinnern muss, um nicht in alte Muster, die bei mir zu Unwohlsein führen, zu verfallen.

Der Effekt ist toll! Essen kann so zu einem wichtigen und angenehmen Part des Tages werden und somit auf vielen Ebenen etwas für unser Wohlbefinden tun.

 

10 Tipps für mehr Achtsamkeit beim Essen

 

1) Ich lebe maßvoll und überlade meinen Magen nicht.

 

2) Ich höre auf meine inneren Signale und esse nur so viel, bis ich satt bin und noch etwas Platz in meinem Magen ist.

 

3) Ich verteile meine Mahlzeiten so, dass ich regelmäßig esse (drei bis fünf Mahl­zeiten) und verzichte auf fortwährendes Essen zwischendurch.

 

4) Ich nehme mir Zeit, kaue ausreichend und achte auf den Geschmack, den Geruch und die Beschaffenheit meiner Nahrung.

 

5) Ich bevorzuge frische und liebevoll zubereitete Nahrung.

 

6) Ich vermeide eine negative Atmosphäre beim Essen.

 

7) Ich schaffe mir beim Essen eine schöne Atmosphäre (etwa mit Kerzen) an einem aufgeräumten Essplatz.

 

8) Ich versuche alle Nebentätigkeiten zu unterlassen und konzentriere mich nur auf das Essen.

 

9) Falls ich ‚sündige‘, dann tue ich dies mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen.

 

10) Ich gönne mir meine Lieblingsspeisen und genieße sie in vollen Zügen.

 

Bist du bereit? Dann probiere diese 10 Dinge doch direkt mal aus und stelle fest, ob du einen Unterschied bemerken kannst. Fühlst du dich nach dem Essen besser? Macht dir das Essen mehr Spaß? Schmeckt es dir vielleicht sogar besser? Ich bin gespannt! ​​​​​​


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